Aus dem Schatten ins Licht
Winterausstellung der Neuen Galerie Dresden
Die Ausstellung „Aus dem Schatten ins Licht“ lädt zu einem spannenden Perspektivwechsel ein: Zum ersten Mal präsentiert Andreas Garbe nicht nur neue Arbeiten unter seinem eigenen Namen, sondern auch Werke seines Alter Egos Julio Fernandez – einer bislang verborgenen künstlerischen Identität. In der direkten Gegenüberstellung beider Ausdrucksformen treten nicht nur stilistische Gegensätze zutage, sondern auch tiefere inhaltliche Ebenen: zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen intuitivem Gestus und durchdachter Komposition.
Garbe, bekannt für seine vielschichtigen, poetisch verdichteten Bildwelten, verbindet architektonische Zitate, symbolische Figuren und mythische Landschaften zu narrativen Bildräumen. Fernandez hingegen fokussiert sich auf das Ursprüngliche der Farbe – ungestüm, direkt und körperlich erfahrbar. Seine Werke entstehen durch Überlagerung, Schichtung und Auflösung und entfalten ein Wechselspiel aus Licht, Textur und Emotion.
Das Besondere: Beide künstlerischen Handschriften begegnen sich in dieser Ausstellung erstmals auf Augenhöhe. Dadurch wird sichtbar, wie Garbes Gesamtwerk an Tiefe, Vielfalt und konzeptioneller Klarheit gewonnen hat. Diese Ausstellung zeigt nicht nur Kunst, sie macht Transformation erfahrbar – zwischen Ratio und Intuition, Kontrolle und Impuls, Sichtbarem und Verdecktem.
Die hier versammelten Werke laden ein, die künstlerische Dualität Garbes neu zu entdecken – und eröffnen Räume für Erinnerung, Reflexion und frische Blickwinkel.
