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Andreas Garbe “Kindskopf I”

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Vorrätig

Titel: “Kindskopf I”

Werksmaße:  43 x 43 cm

Künstler: Andreas Garbe

Technik: Ölmischtechnik auf Leinwand, inkl. Rahmen

Entstehungsjahr: 2025

signiert und datiert

Lieferzeit: 1-3 Werktage

Vorrätig

Produktbeschreibung

Titel: “Kindskopf I”

Werksmaße:  43 x 43 cm

Künstler: Andreas Garbe

gerahmt, signiert und datiert

„Kindskopf“ – Porträt als Prozess, nicht als Abbild

Mit „Kindskopf“ zeigt Andreas Garbe ein Porträt, das sich nicht für Ähnlichkeit interessiert, sondern für Präsenz. In prozessorientierter Ölmischtechnik entsteht ein Gesicht, das zugleich auftaucht und wieder verschwindet: als würde es sich aus Farbschichten heraus formieren, ohne je endgültig festgelegt zu sein. Der Titel lenkt den Blick auf eine Haltung – auf Direktheit, Neugier und den Mut, Wahrnehmung nicht sofort zu glätten.

Die Malerei arbeitet mit Verdichtung und Öffnung. Überlagerungen, Kratzspuren, pastose Zonen und transparentere Passagen bleiben sichtbar und machen den Entstehungsweg zum Teil des Ergebnisses. Farbspannungen tragen die Komposition: kühle Blau- und Türkistöne bündeln sich im Gesicht, während warme Gelb-, Orange- und Rotfelder den Raum aufladen. Wichtig ist dabei nicht die einzelne Nuance, sondern das Zusammenspiel – ein Wechsel aus Reibung und Balance, der den Blick immer wieder neu sortiert.

Charakteristisch ist Garbes Timing: Er hält den Punkt des Aufhörens so, dass die Oberfläche „lebt“ – nicht poliert, aber stimmig. Dadurch entsteht eine malerische Nähe, die man fast körperlich spürt: als ob Wärme, Widerstand und Zeit im Material gespeichert wären.

Im Ausdruck liegt eine ruhige Unruhe. Die Züge wirken konzentriert, gleichzeitig verletzlich, als wäre der Moment zwischen Selbstbehauptung und Zweifel eingefroren. Gerade diese Ambivalenz macht das Werk anschlussfähig: Es lädt zur Projektion ein, ohne narrativ zu werden. Man schaut nicht „jemanden“ an, sondern einen Zustand, der sich aus eigener Erfahrung speist.

Als Teil der Winterausstellung 2025 „Aus dem Schatten ins Licht“ in der Neuen Galerie Dresden positioniert sich „Kindskopf“ als Kernstück von Garbes figurativer Linie: Malerei, die Identität nicht behauptet, sondern als gewachsenen Prozess zeigt – mit allen Spuren, Brüchen und Wiederaufnahmen.