Titel: “Unsere Siege feiern?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Andreas Garbe
Technik: Acrylmischtechnik auf Leinwand
Entstehungsjahr: 2025
signiert und datiert
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Vorrätig
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Titel: “Unsere Siege feiern?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Andreas Garbe
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Titel: “Unsere Siege feiern?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Andreas Garbe
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Mit „Unsere Siegen feiern?“ nähert sich Andreas Garbe der Frage, wie Gesellschaften mit dem Begriff des Sieges umgehen – und welche Ambivalenzen sich darin verbergen. Auslöser war ein politischer Satz, geäußert am 8. Mai 2025: „Wir werden wieder anfangen, unsere Siege zu feiern.“ Der Künstler reagiert nicht polemisch, sondern untersucht malerisch den Gedanken hinter dieser Geste: Jeder Sieg setzt einen Konflikt voraus, und das Feiern solcher Momente ist stets vielschichtig. In dieser offenen Reflexion bewegt sich das Werk.
Die dargestellten Monumente – Völkerschlachtdenkmal, Brandenburger Tor, Trajanssäule, Washington Monument und Arc de Triomphe – erscheinen als rot glühende Silhouetten, eingebettet in eine dichte Vegetationsstruktur. Die Architektur wirkt gleichzeitig monumental und gebrochen, als würde sie aus einem Gewirr organischer Formen hervortreten. Dieser Kontrast aus Natur und historischem Bauwerk eröffnet einen interpretatorischen Raum: Triumphbauten, die einst Macht markierten, werden vom Wachstum der Zeit umschlossen und relativiert.
Technisch markiert das Werk einen neuen Abschnitt in Garbes Praxis. Seit 2024 entstehen seine großformatigen Arbeiten im Freien – ein bewusst offener Prozess, in dem Witterungseinflüsse zu Mitgestaltern werden. Sonneneinstrahlung beschleunigt Trocknungszeiten, erzeugt Risse und reliefartige Oberflächen; Feuchtigkeit lässt Farben ineinanderlaufen; Wind und Staub sorgen für mikroskopische Unregelmäßigkeiten. Dennoch bleibt die farbliche Schichtlogik sorgfältig komponiert: Jede Lage muss harmonieren oder gezielt kontrastieren.
In der Winterausstellung 2025 „Aus dem Schatten ins Licht“ erhält das Werk eine zusätzliche Dimension: Die Gegenüberstellung mit den abstrakteren Arbeiten seines Alter Egos Julio Fernandez verdeutlicht den Spannungsbogen zwischen historischer Reflexion und intuitiver Farbenergie. „Unsere Siege feiern?“ wird damit zu einem Denkraum über Geschichte, Identität und die Frage, was ein Sieg im 21. Jahrhundert eigentlich bedeutet.