Titel: “Woher kommen wir?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Julio Fernandez
Technik: Acrylmischtechnik auf Leinwand, inkl. Rahmen
Entstehungsjahr: 2025
signiert und datiert
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Vorrätig
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Titel: “Woher kommen wir?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Julio Fernandez
Technik: Acrylmischtechnik auf Leinwand, inkl. Rahmen
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Titel: “Woher kommen wir?”
Werksmaße: 200 x 100 cm
Künstler: Julio Fernandez
gerahmt, signiert und datiert
„Woher kommen wir?“ gehört zu jenen Werken von Julio Fernandez – dem Pseudonym von Andreas Garbe –, in denen farbliche Verdichtung, intuitive Gestik und natürliche Einflussfaktoren zu einem komplexen Bildraum verschmelzen. Der Bezug zu Paul Gaugins Hauptwerk “Woher kommen wir? Wer sind wir? Wohin gehen wir?” bildet den gedanklichen Ausgangspunkt, doch Fernandez verlagert die Frage bewusst in eine abstrakte Ebene: Blau als chromatischer Ursprung, als Wasser, Himmel und kosmische Tiefe.
Die Oberfläche entwickelt sich in vielen Schichten, deren farbliche Beziehungen präzise austariert sind. Neben Phtaloblau prägen Türkisnuancen sowie Zonen aus gebranntem Sienna und Orange die Komposition. Trotz der spontanen Wirkung beruht die Textur auf einer sorgfältigen Steuerung. Gleichzeitig wirken natürliche Prozesse unmittelbar ein: Sonne erzeugt reliefartige Trockenstrukturen, Feuchtigkeit führt zu unvorhersehbaren Pigmentverläufen, Wind hinterlässt mikroskopische Einschlüsse. Diese Verbindung aus Kontrolle und Zufall ist konstitutiv für den Charakter des Bildes.
Ein realer Zweig eines Lebensbaumes wurde früh im Prozess intuitiv integriert – zu einem Zeitpunkt, an dem die thematische Ausrichtung noch offen war. Im Rückblick entsteht dadurch eine bemerkenswerte Nähe zwischen Material und Bedeutungsfeld: Das natürliche Fragment begleitet die spätere Wendung des Werkes hin zur Frage nach Ursprung und „Woher“, ohne dass es als geplantes Symbol eingeführt worden wäre.
Als Teil der Winterausstellung „Aus dem Schatten ins Licht“ tritt das Werk in einen fruchtbaren Dialog mit den figürlicheren Positionen von Andreas Garbe. „Woher kommen wir?“ erweitert das Spektrum der Schau um eine abstrakte, naturverbundene Reflexion über Herkunft, Prozess und elementare Kräfte.